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  1:1 Yoga und Coaching

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„Das göttliche Spiel“ klingt ja schön.

Fast zu schön für ein Leben, das sich zwischendurch überhaupt nicht spielerisch anfühlt.

Wenn im Tantra von Līlā die Rede ist, geht es um die schöpferische Bewegung des Lebens. Wirklichkeit entsteht immer wieder neu, verändert ihre Form und vergeht. Und wir bewegen uns darin mit.

Ich mag diesen Gedanken, weil er dem Leben etwas Bewegliches zurückgibt, wo tausend Jahre Patriarchat aus Kreisen versucht hat, gerade Linien zu machen. 

Lila sagt mir, dass auch das, was sich gerade festgefahren oder endgültig anfühlt, in einem größeren Zusammenhang von Werden und Vergehen steht. Zyklisch. Manches verändert sich durch uns, manches mit uns und manches einfach, weil das Leben weitergeht.

Das Leben ist und bleibt lebendig. Es bewegt sich und verändert uns und bringt immer wieder etwas hervor, das vorher noch nicht da war.

Werden. Vergehen. Neuwerden.

Und mittendrin: wir.
Wie viele Neins braucht es, damit dein JA wieder Raum hat?

In einer Meditation zur Kriegerin meiner geliebten Mentorin Nives ist mir meine Nein-Performance aus einem früheren Tabztheaterstück wieder in den Sinn und Körper gekommen.

Nein!
Māyā begegnet uns jeden Tag.

In dem Gefühl, ein einzelner Mensch zu sein. Mit meiner Geschichte, meinem Körper, meinen Gedanken, meinen Grenzen. Ich bin hier, du bist dort. Ich weiß manches und anderes bleibt mir verborgen. Ich kann bestimmte Dinge beeinflussen und andere entziehen sich mir vollkommen.

Im nondualen Tantra gehört all das zur menschlichen Erfahrung.

Das Spannende an Māyā ist für mich deshalb die Frage, was geschieht, wenn ich meine begrenzte Perspektive für die ganze Wirklichkeit halte.

Denn hinter all den Unterschieden steht die Idee einer Wirklichkeit, die ihrem Wesen nach ungeteilt ist.

Das Eine verschwindet in der Vielheit nicht. Es nimmt Form an.

Als du.
Als ich.
Als Körper, Gedanke, Berührung, Baum, Meer, Begehren, Langeweile und dieser eine Mensch, der an der Supermarktkasse grundsätzlich Kleingeld sucht.

Durch Māyā begegnet uns das Eine in unzähligen Formen.

Und manchmal erkennen wir es wieder.
Teil 2 "Heilungsbesessenheit" 😅
Teil 1 "Heilungs-Besessenheit" der spirituellen Szene (wunderbares Wort) 😅
Ich frage mich seit einiger Zeit, ob wir ein kleines Heilungsproblem haben.

Nicht gesundheitlich. Eher kulturell.

Irgendwann scheint „heilen“ zum Lieblingsverb der spirituellen Szene geworden zu sein. Wir heilen unsere Beziehungen, unseren Umgang mit Geld, unsere Kindheit, unsere weibliche Linie und all die Stellen, an denen das Leben bisher nicht ganz so gelaufen ist, wie wir es uns gewünscht hätten.

Das klingt zunächst ziemlich ambitioniert.

Bis ein altes Thema wieder vor der Tür steht.

Und plötzlich sitzen wir da und fragen uns, warum dieses Sujet schon wieder klingelt. Wir hatten es doch bearbeitet. Angeschaut. Integriert. Bei Vollmond (oder macht man sowas bei Neumond?) verabschiedet.

Aber was, wenn das Wiederkehren von Zweifeln, Schmerz und alten Themen in neuen Gewändern gar nicht falsch ist? 

Ich bin inzwischen an vielen Dingen gewachsen. Einige alte Geschichten haben ihre Macht über mich verloren, andere sind stiller geworden. Und dann gibt es diese Kandidaten, die nach Jahren wieder auftauchen und offenbar davon ausgehen, wir hätten noch eine Verabredung.

Heute treffe ich sie mit mehr Erfahrung.

Das gefällt mir als Vorstellung von Entwicklung sehr viel besser: Ich drehe keine Ehrenrunde um dasselbe Problem. Ich bewege mich in einer Spirale. Manches kommt wieder in Sichtweite, während ich längst woanders stehe.

Mit 39 möchte ich jedenfalls nicht darauf warten, eines Tages vollkommen durchsaniert aus meinem eigenen Entwicklungsprozess hervorzugehen.

Ich möchte leben.

Mit Erfahrung, Widersprüchen, alten Narben, neuen Ideen und der durchaus realistischen Möglichkeit, mir auch in Zukunft gelegentlich das Knie aufzuschlagen.

Work in Progress klingt für mich ziemlich gut.

Plot twist: You’re not a healing project.

Morgen mehr.
Komm mit auf eine Reise in eine fühlbare Kraft in deinem Körper. 

Ich habe in diesem Jahr so vieles beendet.
Und neues begonnen.

Und endlich macht mir mein Lehren wieder Freude, weil ich Sinn ausdrücken kann. 

Weil ich es fühle und verkörpere, was ich unterrichte. 

Eine neue Zeit hat begonnen.

Würdevoll weiblich. 
Lebendig.
Lustvoll.

Ich bin soweit von "Yoga für den Rücken" entfernt, wie man nur sein kann. Und dennoch ist mein Körper so gesund, wie lange nicht mehr.

Tantric Life. 
Not easy. But true. 

www.vivarena.de
Hier findest du mich und meine Angebote.
Schreib mir gern eine DM oder folge mir für mehr Tantra, Feminismus und einen wachen kritischen Blick auf die Welt.
Sometimes, I remember what I never really forgot. Der Fehler in der Matrix.

Momente, in denen mein gewohntes Gefühl von Getrenntsein von allem und jedem plötzlich durchlässig wird. 
Mich berührt etwas ganz Banales zutiefst. Ich staune über die Schönheit der Welt, bin vollkommen entzückt von einem Anblick, Geruch, Geschmack und fühle mich auf eine kaum erklärbare Weise verbunden. Mein Herz wird weit und manchmal steigen mir vor lauter Schönheit die Tränen in die Augen.

Ozeanische Gefühle. Allverbundenheit. Ein kurzes Durchscheinen von etwas Größerem mitten im ganz gewöhnlichen Leben.

Im nondualen Tantra gibt es einen Gedanken, den ich sehr liebe: Pratyabhijñā, die Wiedererkenntnis.

Dahinter steht die Vorstellung, dass ich in solchen Augenblicken nichts Fremdem begegne. Ich erkenne etwas wieder. Das Bewusstsein, das ich als mein eigenes erlebe, ist Teil desselben lebendigen Bewusstseins, das sich in der unendlichen Vielfalt dieser Welt ausdrückt.

Für einen Moment scheint die Trennung zwischen mir und der Welt ihre Selbstverständlichkeit zu verlieren.

Und dann ist da dieses schwer zu beschreibende Gefühl:

Ich kenne das.
Ich gehöre dazu.
Ich bin Teil davon.

Das sind für mich Glimmer-Momente. Sie erinnern mich an etwas, das mein Verstand im Alltag hervorragend vergessen kann.

Ich bin in dieser Welt nicht nur zu Gast. Ich bin aus demselben Stoff gemacht.

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