Für Körper, Geist und Seele.

 

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  1:1 Yoga und Coaching

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Dafür stehe ich.

Für eine Spiritualität, die der Komplexität des menschlichen Lebens gerecht wird und uns nicht einredet, wir hätten jedes Ereignis durch unsere Gedanken, unsere Energie oder unser Mindset selbst erschaffen.

Für eine Spiritualität, die uns tiefer ins Leben führt und uns dabei hilft, mehr davon halten zu können; die Schönheit, die Ekstase und die Freude genauso wie Schmerz, Zweifel, Wut und Zeiten, in denen wir keine Antwort haben.

Ich glaube an Selbstwirksamkeit. Ich glaube daran, dass wir unser Leben gestalten können und Verantwortung für unsere Entscheidungen tragen.

Ich weiß, du musst dich sehr ernst nehmen und GLEICHZEITIG alles als Spiel betrachten und NICHTS als für immer annehmen. Und zum Spielen gehört auch verlieren. Auf Los zurück gehen. Neu beginnen.

Ich glaube ebenso an Demut vor einem Leben, das größer ist als unser Wille und sich niemals vollständig kontrollieren lässt.

Du bist hier in der 3D Welt und hier gibt es Regeln und Gesetze, die nicht immer leicht sind zu verstehen und zu durchschauen. 

Spirituelle Reife trifft Menschlickeit.

Nicht alles kontrollieren zu können und trotzdem mit offenem Herzen am Leben teilzunehmen.

Dafür stehe ich.
Ich saß heulend im Auto. Meine Gedanken, meine Gefühle, die Anforderungen des Alltags und meine eigenen Sehnsüchte waren mir für einen Moment zu viel.

Danach begann mein Arbeitstag mit vielen Patient*innen und Klient*innen; abends habe ich eine tantrische Feuerpraxis unterrichtet.

Feuer deiner Seele. Durch den Widerstand wachsen. Und gleichzeitig Hingabe. An Gott. An deine Seele.

Tantra erkennt auch das Profane als heilig.

Das Leichte gehört zum Leben, die Ekstase, das Meer, die Lust und diese Tage, an denen wir die ganze Welt umarmen könnten. Und dann gibt es Tage, die schwer auf unseren Schultern liegen.

Hingabe an das Leben bedeutet für mich, nicht länger darauf zu warten, dass es sich allein in die richtige Form bringt. Oder überhaupt zu wissen, was die "richtige" Form wäre. 

Es ist so crazy zu glauben, wir könnten das Leben kontrollieren! 

Genau darin liegt eine große Freiheit. Ich brauche keinen perfekten Moment, um ganz da zu sein. Ich muss das Leben nicht erst bezwingen, ordnen oder kontrollieren, bevor ich mich ihm öffnen kann.

Das Heilige wartet nicht hinter dem nächsten gelösten Problem.

Es ist längst hier, mitten in diesem wilden menschlichen Leben.

Devotion to life.
Prana wird häufig mit Lebensenergie übersetzt. Gemeint ist die bewegende Kraft, die unseren Körper belebt, unseren Atem trägt, unsere Sinne öffnet und Bewusstsein im Körper wirksam werden lässt.

Der Atem ist eine der unmittelbarsten Möglichkeiten, Prana wahrzunehmen. Prana selbst reicht weiter. Es zeigt sich im Herzschlag, in unserer Wärme, unserer Wachheit, unserer Verdauung, unserer Stimme, unserer schöpferischen Kraft und in jedem inneren Impuls, der nach Ausdruck sucht.

Im tantrischen Yoga vertiefen wir unsere Beziehung zu Prana. Wir verbinden die äußere Form einer Haltung mit Atem, Mantra, Mudra und Bandha. Wir führen den Atem bewusst durch den Körper, sammeln die Lebensenergie an bestimmten Orten und folgen ihrer Bewegung entlang der Wirbelsäule.

Die Asana wird auf diese Weise zu einem Erfahrungsraum. Der Körper wird zum Ort, an dem wir die feinen Bewegungen des Lebens wahrnehmen können.

Im Prana erfahren wir, dass Leben ein fortwährender Austausch ist. Wir nehmen die Welt in uns auf, lassen uns von ihr berühren und tragen etwas von uns zurück in die Welt.

Prana verbindet Körper und Bewusstsein, Wahrnehmung und Ausdruck, Innenwelt und Außenwelt.

Es ist die Kraft, durch die das Leben in uns wirkt und durch uns Gestalt annimmt.
Wir verlassen jetzt mal den Ponyhof.

Anfang der 2000er war es noch ganz chic, beim Universum einen Parkplatz zu bestellen und darauf zu vertrauen, dass wir nur hoch genug schwingen müssen, damit das Leben uns liefert, was wir uns wünschen.

Aber wir sind inzwischen ein bisschen weiter.

Es ist Zeit für eine Spiritualität, die erwachsen geworden ist.

Eine Spiritualität, die die Komplexität des Lebens anerkennt. Die uns unsere Gestaltungskraft lässt und gleichzeitig anerkennt, dass nicht alles in unserer Hand liegt.

Wir gestalten unser Leben mit. Wir treffen Entscheidungen. Wir können uns ausrichten, wählen, handeln, wünschen, beten, manifestieren.

Und wir kontrollieren das Leben trotzdem nicht.

Das Leben wird uns Dinge vor die Füße werfen, die wir niemals bestellt haben.

Denn das Leben ist ein Sowohl-als-auch.

Es ist Schönheit und Schmerz. Ekstase und Trauer. Gestaltungskraft und Ohnmacht. Licht und Dunkelheit. Empfangen und Verlieren. Anfang und Ende.

Spirituelle Reife bedeutet, mehr vom Leben halten zu können.

Der Schönheit zu begegnen und dem Schmerz.
Die eigene Gestaltungskraft zu kennen und die Grenzen der eigenen Macht.
Das Leben zu feiern und ihm auch dort zu begegnen, wo es unbequem, ungerecht, schmerzhaft oder schlicht unbegreiflich ist.

Wir brauchen eine Spiritualität, die groß genug für das ganze Leben ist.

Eine Spiritualität, die uns nicht aus der Welt herausführt, sondern tiefer in sie hinein.

Welcome to the real world.

Welcome to Tantric Life.

Welche spirituelle Idee hast du irgendwann hinter dir gelassen? Schreib mir gern 🩷
Erde. Wasser. Feuer. Luft. Raum.

Alle fünf Elemente habe ich in den vergangenen Tagen genossen, gespürt und durchgeatmet.

In der tantrischen Elementelehre bilden sie die Welt, die uns umgibt, und zugleich unseren eigenen Körper. Wir tragen Erde, Wasser, Feuer, Luft und Raum in uns. Ihre unterschiedlichen Qualitäten bewegen uns, nähren uns und prägen auch die Art, wie wir uns in dieser Welt verorten.

Und damit auch die Frage nach dem Zuhause.

Für manche Menschen ist Zuhause eng mit einem Ort verbunden. Mit vertrauten Räumen, einer Landschaft, einem Garten, einer Stadt, einem Stück Erde, zu dem sie immer wieder zurückkehren wollen.

Andere tragen mehr Bewegung in sich. Sie fühlen sich an vielen Orten wohl, ziehen weiter, entdecken, verändern sich und erleben Zugehörigkeit weniger geografisch.

Beides darf sein.

Ein Zuhause in uns selbst brauchen wir alle.

Einen inneren Ort, an den wir zurückkehren können; in unseren Körper, in unseren Atem, in unsere eigene Wahrnehmung. Einen Ort, an dem wir uns wiederfinden, wenn das Außen laut wird und das Leben uns durchschüttelt.

Die Elemente können uns dabei immer wieder erinnern: Wir sind Teil dieser lebendigen Welt. Wir stehen auf der Erde, bestehen aus Wasser, tragen Feuer in uns, werden vom Atem bewegt und leben im Raum.

Und von dort aus können wir hinausgehen, reisen, entdecken, zurückkehren und immer wieder neu herausfinden, wo wir uns zu Hause fühlen.

Wo fühlst du dich zu Hause?
Schreib es mir gerne in die Kommentare. 🌊
Ich habe einen Ohrwurm für dich direkt vom Meer: “The dog days are over.” (Florence + The Machine)

Die schweren Tage enden dort, wo wir unsere Aufmerksamkeit zurückholen; aus dem Kreisen, aus dem Warten auf das nächste Problem, aus einer Zukunft, die noch gar nicht stattgefunden hat.

Im Vijñāna Bhairava Tantra, Vers 74, findet sich eine wunderschöne tantrische Praxis:

"Wo immer der Geist Freude findet, lass deine Aufmerksamkeit dort verweilen. Genau dort kann sich das Wesen höchster Glückseligkeit offenbaren."

Das klingt einfach und trägt eine große Kraft in sich.

Ich bin seit ein paar Tagen an einem Ort, in dem fast jeder Millionär ist, Luxusmarken sich aneinander reihen und eine Yacht größer ist als die nächste.

Freude braucht keine Yacht und keine Gucci Bag. Sie ist an keine äußere Perfektion gebunden. Sie geschieht mitten in diesem Leben, auch wenn längst noch nicht alles geklärt und geordnet ist.

Wir begegnen ihr im Alltäglichen; in einem Kaffee am Morgen, im Wind auf der Haut, in einem Blick aufs Meer, in einer Begegnung, in einem Gespräch, in einer Umarmung, in Musik, in diesem einen Moment, in dem wir spüren, dass wir lebendig sind.

Das Schwierige darf existieren. Es bekommt nur nicht mehr unsere gesamte Aufmerksamkeit.

Wir können den Blick wieder dorthin wenden, wo das Leben längst auf uns wartet.

Und dort einen Moment verweilen.
Weil es bei „Receiving“ nicht um dieses Instagram-Spiritualitätsding geht von manifestiere und das Universum liefert, sondern um etwas viel Körperlicheres und Erwachseneres: Kann ich offen sein, ohne die Kontrolle über mich selbst abzugeben? Kann ich genießen, ohne besitzen zu müssen? Kann ich etwas empfangen, ohne daraus sofort eine Aufgabe zu machen?

Das ist Tantra.
🌹
Tja, da könnte ich jetzt schreiben "du musst im Leben krasse Hürden nehmen, Berge erklimmen, Täler durchschreiten, sisyphos-esk tausend Stufen immer wieder von vorne angehen...Denn das ist erstrebenswert. Du musst es dir erst erarbeiten. Du musst bluten. Du musst 150% geben und die beschissene Extrameile laufen"...

Oder! 

Du nimmst den Fahrstuhl. 
Lass das Leben geschehen. 
Lass das Leben in dich hineinströmen.
Hör auf dein Herz. 
Sieh die Schönheit.

Love actually. 

🩷🩷🩷
🌹
Kleiner Reminder: Es ist nicht easy, ein Mensch zu sein. Und trotzdem bewahrt sich die Tantrika das Staunen über die Welt. 

Bitte lass dir nicht einreden, dass immer alles schön sein muss und ein kompliziertes Leben der Beweis dafür ist, dass du irgendwo falsch abgebogen bist. Dass du nicht genug all in gegangen bist, mehr in dich hättest investieren müssen, mutiger, smarter, bewusster oder konsequenter hättest sein sollen.

Das Leben ist komplex. Es überrascht uns, fordert uns heraus, bringt Dinge durcheinander und konfrontiert uns mit Realitäten, die in keinem Visionboard vorgesehen waren.

Ein Tantric Life zu führen bedeutet für mich, inmitten dieser Wirklichkeit das Staunen über das Leben nicht zu verlieren; weiterhin Schönheit wahrzunehmen, eine Pflanze zu berühren, Licht auf einer Wand zu sehen, einen guten Kaffee zu trinken und für einen Augenblick ganz da zu sein.

Das Schwierige ist wahr. Die Schönheit auch.
Unser Atem bewegt sich den ganzen Tag, meist vollkommen unbemerkt. Er strömt ein, erreicht einen Wendepunkt, strömt wieder aus und kommt erneut für einen winzigen Augenblick zur Ruhe.

Genau diese kleinen Zwischenräume nimmt das Vijñāna Bhairava Tantra in den Blick. Ein weiteres Tor ins Gewahrsein.

Es geht dabei um die natürliche Pause, die entsteht, wenn die Einatmung vollendet ist und die Ausatmung noch nicht begonnen hat; ebenso um jenen Moment nach der Ausatmung, bevor der nächste Atemzug von selbst wieder einströmt.

Für einen Augenblick geschieht keine Atembewegung. Dieser Wendepunkt kann zu einem Raum des Gewahrseins werden, wenn wir mit unserer Aufmerksamkeit dort verweilen und die Stille wahrnehmen, die sich zwischen den beiden Bewegungen öffnet.

Im tantrischen Verständnis offenbart sich in diesem Zwischenraum Bhairava, Shiva als reines Bewusstsein. Das Gewahrsein entsteht dort nicht erst; in der kurzen Stille wird etwas erfahrbar, das von der fortwährenden Bewegung unseres Atems, unserer Gedanken und unserer Wahrnehmungen leicht überlagert wird.

Dafür muss der Atem nicht angehalten oder kontrolliert werden. Die Praxis liegt im Wahrnehmen dessen, was ohnehin geschieht; ein Atemzug endet, der nächste hat noch nicht begonnen, und für einen Augenblick bleiben wir genau dort.

Ein winziger Zwischenraum, der immer wieder da ist.

Mitten in unserem ganz gewöhnlichen Atem.
Shiva begegnet mir in meiner Praxis als dieser weite Raum des Gewahrseins, in dem Erfahrung stattfinden kann.

Gedanken ziehen durch diesen Raum, Gefühle verändern ihre Gestalt, der Körper reagiert, erinnert sich, spannt sich an und wird wieder weich; all das ist Bewegung und darf wahrgenommen werden. Der Raum selbst muss nichts davon festhalten.

Ich arbeite sehr gerne mit der Vorstellung, mich innerlich in dieses Gewahrsein zurückzulehnen. Was gerade schwierig, laut oder fordernd ist, darf darin seinen Platz haben; gleichzeitig kann sich meine Aufmerksamkeit wieder für die Weite öffnen, in der diese Erfahrung stattfindet.

Im nondualen Tantra steht Shiva für Bewusstsein, für jene leuchtende Gegenwärtigkeit, durch die wir erkennen und erfahren können. Shakti ist seine schöpferische Kraft, die sich als Bewegung, Empfindung, Gedanke, Körper und Welt immer wieder neu zum Ausdruck bringt.

Shiva und Shakti sind Ausdruck derselben Wirklichkeit; die Stille des Gewahrseins und die unaufhörliche Bewegung des Lebens gehören zusammen.

Darin liegt für mich etwas Trostspendendes: Die manchmal wilden  Bewegung darf da sein und dennoch bleibt die Stille unter all dem Lärm der Welt immer erfahrbar.

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